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Eingewöhnung im Kindergarten - Überblick
Ein Kind entsteht. Der Embryo später der Fötus ist eins mit der Mutter. Die Geburt entreißt ihn der gewohnten Umgebung. Alles ist verändert: Temperatur, Geräuschkulisse, Lichtverhältnisse, das Baby empfindet Hunger. Dieser erste große Schritt in das Leben auf dem Weg zum Erwachsensein überwindet das Baby mit Hilfe seiner Eltern. Sie geben ihm die Geborgenheit und Sicherheit, die es braucht um sich der neuen Umgebung anzupassen, sich in der neuen Welt zurechtzufinden.
Und dies wird weiterhin so sein, bei jedem Übergang in einen neuen Lebenskreis sollten die Eltern für das Kind da sein.
Schritt für Schritt lernt das Baby neue Dinge, neue Personen kennen. Es lernt sich selbst kennen, erkennt, dass es ein eigenes Ich ist, losgelöst von der Mutter, mit eigenem Willen und Streben. Während dieses Lernens steht ihm der engste Familienkreis zu Seite. Zuerst der Vater und gegebenenfalls die Geschwister, später die Großeltern oder andere Verwandte.
Mit jedem Schritt werden neue Bezugspersonen hinzukommen. Diese sind nun meist außerhalb der Familie zu suchen. Meist ist dies eine Tagesmutter oder eine Erzieherin im Kindergarten, es kann aber auch eine Bekannte oder die Frau aus der Krabbelgruppe sein, zu der das Kind eine Beziehung aufbaut.
Das Entscheidende bei dieser Entwicklung ist, dass das Kind mit allem Neuen, seien es Dinge, Gewohnheiten oder eben Personen, dieses wesentlich schneller und einfacher kennen und annehmen lernen kann, wenn die Eltern das Kind begleiten. Sie führen es in die neue Welt und geben die Sicherheit auf dem Weg zum Erwachsenwerden.
Der große Schritt in die Welt außerhalb ist der Start im Kindergarten. In der heutigen Zeit wird ihm eine große Bedeutung zugesprochen. Diese Bedeutung steht im Mittelpunkt der folgenden Arbeit. Sie ist der Ausgangspunkt, um jenen Schritt näher zu beleuchten, in Bezug auf Ablauf, Gefahren, Chancen und Ideen.
I Eingewöhnung im Kindergarten - Allgemeines
1. Aufnahmeverfahren und Eingewöhnungsphase
2. Begleitperson vs. Eltern oder Mutter und Vater
3. Kindergarten vs. Kindertagesstätte vs. Kinderkrippe
3.1. Neuling im Kindergarten - Wer ist neu im Kindergarten?
3.2. Eingewöhnung
3.3. Sensible Phasen
3.4. Bindung
3.5. Bezugsperson und Sichere Basis
3.6. Unsichere Bindung vs. Sichere Bindung
III Theoretische Überlegungen und Grundlagen des Aufnahmeverfahrens
und Eingewöhnungsphase im Kindergarten
1. Aufnahmeverfahren und Eingewöhnungsphase im Kindergarten
2. Bedeutung der Eingewöhnung – Sicht auf das Gesamtkonzept Kindergarten
3. Eingewöhnung in Bezug auf den gesamten Kindergartenbesuch
4. Risiken der Eingewöhnungsphase im Kindergarten
5. Entwicklung des Kindes bis zum Eintritt in den Kindergarten – Schritte in neue Lebenswelten
6. Eingewöhnung als Lösung des Übergangsproblems
9. Unter-Dreijährige im Kindergarten – Können auch sie kindergartenreif sein?
10. Was erleichtert die Eingewöhnung?
11.1. Bedeutung des Spiels für das Kind im Allgemeinen
11.2. Bedeutung des Spiels in der Phase des Beziehungsaufbaus
12.Die Trennung als Meilenstein und Indikator in der Eingewöhnung
13. Sicher gebundene Kinder vs. Unsicher gebundene Kinder in der Eingewöhnung
14. Konkurrenz Mutter – Erzieherin: „Pädagogik im Beziehungsdreieck“ (Laewen 1993, S. 19)
15. Der Kindergarten als Ergänzung zur Familien(-erziehung)
16. Elternarbeit als Pfeiler des Kindergartens. Eingewöhnung und Elternarbeit
Exkurs: Altersmischung in Kindergartengruppen
17.1. INFANS - Institut für angewandte Sozialisationsforschung/ Frühe Kindheit e.V.
17.2. Die Untersuchung
17.3. Schlussfolgerungen und Forderungen
17.4. Ergebnisse
17.4.1. Berliner Eingewöhnungsmodell
17.5. Umsetzung der Ergebnisse
7. Eingewöhnung im Kindergarten - Leitfaden